Online-Scheidung

10 Beste Tipps Online-Scheidung

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Wie läuft eine Scheidung online ab?

Wenn Sie etwas tun, dann tun Sie es richtig. Auch für Ihre Scheidung sollten Sie diese Empfehlung beherzigen. Denn Scheidung ist nicht gleich Scheidung. Schließlich kaufen Sie erst ein Auto, wenn Sie wissen, ob Sie damit wirklich fahren können. Auch Ihre Scheidung können Sie auf traditionellem Wege einleiten oder als Online-Scheidung starten und letztlich als streitige oder einvernehmliche Scheidung fortführen. Wenn Sie die Online-Scheidung ins Auge fassen, haben wir 10 Beste Tipps für Sie parat.

Ich möchte:

  • Die Online-Scheidung ist der moderne Weg, Ihre Scheidung in die Wege zu leiten.
  • Wenn Sie die Dienste eines Scheidungsservice in Anspruch nehmen, sollten Sie dessen Kompetenz und Servicebereitschaft prüfen. Es kann vorteilhaft sein, wenn Sie erste Informationen anonym anfordern können, umgehend Antwort auf Ihre Anfragen erhalten, Ihre ersten Fragen gebührenfrei vortragen und Sie sich anhand informativer Texte über die Materie informieren können.
  • Kooperiert der Scheidungsservice mit einem Rechtsanwalt, sollten Sie darauf vertrauen dürfen, dass dieser Rechtsanwalt kompetent und zuverlässig ist und möglichst auf die Erstberatungsgebühr für seine anwaltliche Erstberatung verzichtet.
  • Mit der Online-Scheidung sind Sie auf dem richtigen Weg. Sie setzen diesen Weg fort, wenn Sie sich im gegenseitigen Einvernehmen mit Ihrem Ehepartner einvernehmlich scheiden lassen und die streitige Scheidung samt Rosenkrieg vermeiden.
  • Eventuelle Bedenken gegen eine einvernehmliche Scheidung lassen sich oft ausräumen, wenn Sie Scheidungsfolgen außergerichtlich in einer Scheidungsfolgenvereinbarung regeln.

Tipp 1: Warum den herkömmlichen Weg gehen, wenn es modernere Wege gibt?

Herkömmlicherweise suchen Sie sich für Ihre Scheidung einen Rechtsanwalt. Dazu greifen viele Leute auf die Empfehlungen von Verwandten, Nachbarn und „scheidungserfahrenen“ Bekannten zurück. Oder Sie blättern so lange im Telefonbuch, bis Sie glauben, den richtigen Anwalt gefunden zu haben. Das Problem dabei ist, dass Sie nicht zuverlässig beurteilen können, ob gerade dieser Anwalt, den Sie mehr oder weniger zufällig ausgewählt haben, wirklich der richtige Anwalt für Ihre Scheidung ist. Ob dies wirklich der Fall ist, merken Sie erst, wenn Sie mitten im Verfahren sind. Dann ist es oft zu spät oder sogar nachteilig, den Anwalt zu wechseln.

Bei der Online-Scheidung haben Sie es einfacher. So können Sie beispielsweise die Dienstleistung eines Scheidungsservice in Anspruch nehmen und dessen Angebot nutzen, sich einen kompetenten Rechtsanwalt vermitteln zu lassen. Der Anwalt, der Ihnen vermittelt wird, hat sich im Regelfall gut bewährt. Andernfalls würde er kaum mehr vermittelt werden. Ein guter Anwalt ist das Aushängeschild eines kompetenten Scheidungsservice. Sie sind direkt dort, wo Sie sein wollen.

Tipp 2: Prüfen Sie, ob der Scheidungsservice wirklich kompetent ist

Es gibt im Netz eine Reihe von Scheidungsservices. Im einfachsten Fall beschränkt sich das Angebot darauf, Ihnen irgendeinen Rechtsanwalt zu vermitteln. Oft ist dieser Rechtsanwalt selbst der Initiator des Scheidungsservice. Ein wirklich kompetenter Scheidungsservice arbeitet jedoch anders. Bevor er Sie an einen Rechtsanwalt vermittelt, klärt ein kompetenter Scheidungsservice über alle Umstände auf, die für die Durchführung Ihres Scheidungsverfahrens wichtig sind. Gerade in der Phase, in der Sie Ihre Scheidung planen, haben Sie eine Reihe von Fragen, für die nicht unbedingt ein Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner sein muss (z.B. wenn es um eine Eheberatung oder Mediation geht). Vielleicht haben Sie sogar eine gewisse Scheu davor, einen Rechtsanwalt mit vermeintlich unnützen Fragen zu belästigen.

Ein kompetenter Scheidungsservice kann Ihnen in Ihrer Situation weiterhelfen. Erst dann, wenn es auf eine juristische Information und Beratung ankommt, werden Sie an einen Rechtsanwalt weitergeleitet. Gute Scheidungsservices bieten daher eine Art Orientierungsgespräch an, die Ihnen alle Fragen beantwortet, um sich in Ihrer Situation richtig zu orientieren. Diese Orientierungs-gespräche sollten selbstverständlich gebührenfrei sein.

Tipp 3: Beschaffen Sie sich Informationsmaterial für Ihre Scheidung

Wer gut informiert ist, ist klar im Vorteil. Sofern Sie vor Ihrer ersten Scheidung stehen, werden Sie kaum oder nur wenig Kenntnisse darüber haben, wie eine Scheidung abläuft. Bevor Sie starten, sollten Sie sich Informationsmaterial beschaffen und sich so weit als möglich in die Materie einlesen. Ihr zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass Sie mit Ihrem Rechtsanwalt dann wesentlich zielführender über Ihr Scheidungsverfahren sprechen können. Wenn Sie wissen, worauf es ankommt, können Sie dem Rechtsanwalt genau die Information liefern, die er benötigt. Zugleich verstehen Sie wesentlich besser, was der Anwalt Ihnen erklärt, und was er warum im Scheidungsverfahren gegenüber dem Gericht vorträgt und für Sie beantragt.

Ein guter Scheidungsservice hält auf seiner Website Texte bereit, anhand derer Sie sich in das Ehe- und Scheidungsrecht einlesen können. Selbstverständlich sollten diese Texte so formuliert sein, dass sie Sie diese als juristischer Laie verstehen und den Inhalt in Ihrer Situation auch anwenden können. Theorie nutzt Ihnen nichts. Praktisches Wissen und handfeste Anleitungen sind gefragt.

Gut zu wissen:

Sie möchten wissen, worin der Unterschied zwischen Trennungsunterhalt und nachehelichem Ehegattenunterhalt besteht. Ein Rechtsanwalt wird Sie vielleicht auf die Lektüre der dafür maßgeblichen Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch verweisen. Wenn Sie diese tatsächlich versuchen zu lesen, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach nur „Bahnhof“ verstehen. Sie sind also darauf angewiesen, dass Sie anhand eines gut formulierten Informationstextes erklärt bekommen, was Sie wissen möchten.

Tipp 4: Fordern Sie die ersten Informationen für Ihre Scheidung möglichst anonym an

Wer heute im Internet unterwegs ist, wird geradezu gedrängt, seine persönlichen Daten zu offenbaren. Nachvollziehbare Gründe gibt es dafür normalerweise nicht. Wenn Sie sich auf der Website eines Scheidungsservice bewegen, sollten Sie die grundlegenden Informationen möglichst anonym anfordern können, ohne dass Sie verpflichtet werden, Ihren Namen zu benennen. Wird beispielsweise ein „Gratis-Infopaket“ angeboten, sollte es genügen, dass Sie das Angebot gegebenenfalls unter Verwendung einer anonymen E-Mail-Adresse anfordern. Vorteilhaft kann sein, dass auch Ihr Ehepartner nichts davon erfährt, dass Sie sich anonym informieren.

Tipp 5: Erhalten Sie umgehend Antwort auf Ihre Wünsche?

Gerade das Internet hat den Vorteil, dass Sie unheimlich schnell kommunizieren können. Sofern Sie einen Scheidungsservice kontaktieren, sollten Sie erwarten dürfen, dass Sie per E-Mail, SMS oder Telefax kommunizieren können und nicht gefühlt ewig lange darauf warten müssen, bis man Sie einer Antwort würdigt. Nur wer schnell auf Anfragen reagiert, gibt Ihnen das Gefühl, ernst genommen zu werden. Andernfalls sind Sie nur Mittel zum Zweck.

Tipp 6: Vergleichen Sie das Angebot verschiedener Scheidungsservices

Es gibt im Internet schätzungsweise zehn Anbieter von Scheidungsservices. Sie sollten nicht gleich den erstbesten Scheidungsservice beauftragen. Sie erleichtern sich Ihre Entscheidung, wenn Sie unterschiedliche Anbieter von Scheidungsservices miteinander vergleichen. Hierfür gibt es im Internet sogar eigens eine Vergleichstabelle. Schließlich möchten Sie sich nicht an irgendeinen beliebigen Rechtsanwalt vermitteln lassen, der vielleicht gestern erst beschlossen hat, sich mit Scheidungssachen zu beschäftigen. Der Vergleichstabelle können Sie wichtige Informationen entnehmen, nach denen Sie die Qualität eines Scheidungsservice beurteilen können.

Lassen sich in der ersten Orientierungsberatung nicht alle Ihre Fragen beantworten, wird es Zeit, dass Sie sich an einen Rechtsanwalt vermitteln lassen. Der Rechtsanwalt wird Sie anwaltlich beraten. Man nennt dies eine Erstberatung. Dafür darf er normalerweise eine Erstberatungsgebühr bis in Höhe von etwa 250 EUR berechnen. Er ist aber nicht verpflichtet, Ihnen diese Erstberatungsgebühr wirklich in Rechnung zu stellen. Auch das Standesrecht lässt ihm die Freiheit, auf diese Erstberatungsgebühr zu verzichten (so BGH, Urteil v. 3.7.2017 – 42/16). Ein ordentlicher Scheidungsservice sollte also mit einem Rechtsanwalt zusammenarbeiten, der auf die Erstberatungsgebühr möglichst verzichtet. Diese Anwälte stellen darauf ab, dass ihre Gebühren abgegolten sind, wenn Sie den Anwalt mit Ihrem Scheidungsverfahren beauftragen.

Tipp 8: Toppen Sie die Online-Scheidung mit der einvernehmlichen Scheidung

Mit der Online-Scheidung leiten Sie Ihr Scheidungsverfahren in die Wege. Sie haben damit bereits die erste gute Entscheidung getroffen. Eine noch bessere Entscheidung treffen Sie, wenn Sie Ihre Scheidung als einvernehmliche Scheidung betreiben. Einvernehmliche Scheidung bedeutet, dass in diesem Fall Sie alleine den Scheidungsantrag über Ihren Rechtsanwalt bei Gericht stellen und Ihr Ehepartner Ihrem Scheidungsantrag vorbehaltlos zustimmt.

Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass Sie nur diesen einen Rechtsanwalt beauftragen müssen und Ihr Ehepartner keinen eigenen Rechtsanwalt benötigt. Folglich muss er/sie auch keinen Rechtsanwalt bezahlen. Sie reduzieren damit die Gebühren für Gericht und Anwalt um mindestens die Hälfte. Dieser Kostenfaktor ist das entscheidende Argument für eine einvernehmliche Scheidung. Sollten Sie sich wegen der Scheidung oder der Scheidungsfolgen nicht einigen können, droht Ihnen die streitige Scheidung. Streitige Scheidung sind kostenträchtige Verfahren. Sie zehren an Ihrem Geldbeutel, Ihrer Zeit und Ihrem Nervenkostüm. Die einvernehmliche Scheidung ist meist reine Formsache und erspart Ihnen alles, was mit streitigen Scheidungen einhergeht.

Tipp 9: Lehnt Ihr Ehepartner die einvernehmliche Scheidung wegen der Scheidungsfolgen ab?

Einvernehmliche Scheidungen scheitern oft daran, dass ein Ehepartner die Notwendigkeit zu sehen glaubt, die eine oder andere Scheidungsfolge regeln zu müssen. Er glaubt, dass es unumgänglich sei, diese Scheidungsfolge vor Gericht verhandeln und entscheiden zu lassen. Dieser Irrglaube verursacht teils erhebliche zusätzliche Gerichts-und Rechtsanwaltsgebühren. Vor allem benötigen beide Ehepartner einen Rechtsanwalt, den sie auch selbst eigens bezahlen müssen. Aber: Es gibt eine weitaus bessere Alternative.

Der Ausweg besteht schlicht darin, dass Sie die Scheidungsfolge außergerichtlich in einer sogenannten Scheidungsfolgenvereinbarung regeln. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist nichts anderes als ein Art Ehevertrag, in dem Sie einvernehmlich die mit Ihrer Scheidung verbundenen Rechte und Pflichten festschreiben.

Praxisbeispiel:

Ihr Ehepartner besteht auf Zugewinnausgleich. Da er den Zugewinnausgleich geregelt wissen möchte, verweigert er Ihnen die einvernehmliche Scheidung und möchte den Zugewinnausgleich vor Gericht verhandeln und entscheiden lassen. Das zu erwartende Ergebnis ist allzu oft genau das gleiche, dass er/sie erreicht hätte, wenn er/sie sich außergerichtlich in einer Scheidungsfolgenvereinbarung vernünftigerweise mit Ihnen verständigt hätte. Um eine solche Einigung rechtsverbindlich zu gestalten, braucht die Vereinbarung lediglich notariell beurkundet werden. Alternativ können Sie die Vereinbarung auch gerichtlich im Scheidungstermin protokollieren lassen. Auch dann ist diese rechtsverbindlich. Sie brauchen keine Entscheidung des Gerichts mehr.

Tipp 10: Verweist der Scheidungsservice auch auf die Möglichkeit der Verfahrenskostenhilfe?

Gerade in der Zeit der Trennung haben viele Eheleute nicht das notwendige Geld, die Gebühren für Gericht und Rechtsanwälte zu bezahlen. Das Geld wird woanders gebraucht. Aber auch dann, wenn Sie keine Liquidität haben und über nur wenig oder gar kein Einkommen verfügen, können Sie Ihre Scheidung abwickeln. Der Staat bietet Ihnen die Möglichkeit der Verfahrenskostenhilfe.

Der Scheidungsservice sollte Sie ausdrücklich auf diese Möglichkeit hinweisen, vorausgesetzt der mit dem Scheidungsservice kooperierende Rechtsanwalt ist bereit, Ihr Scheidungsverfahren auch unter den Voraussetzungen der Verfahrenskostenhilfe zu betreiben. Dieser Rechtsanwalt kann die Verfahrenskostenhilfe zeitgleich im Zusammenhang mit Ihrem Scheidungsantrag bei Gericht beantragen. Wird Ihnen Verfahrenskostenhilfe bewilligt, brauchen Sie bei besonders geringem Einkommen entweder überhaupt keine Gebühren für Gericht und Anwalt zu bezahlen oder Sie zahlen die von der Gerichtskasse verauslagten Gebühren in Abhängigkeit von Ihrem Einkommen ratenweise an die Gerichtskasse zurück.

Fazit

Die Online-Scheidung gibt Ihnen die Möglichkeit, sich zeitlich völlig unabhängig genau dann mit dem Thema zu beschäftigen, wenn Sie die dafür richtige Muße haben. Sie sparen sich den Weg in die Kanzlei und werden von vornherein an einen Rechtsanwalt vermittelt, dem Sie nach der Erfahrung des Scheidungsservice vertrauen können und erwarten dürfen, dass er Ihr Scheidungsverfahren zuverlässig und kompetent ins Ziel führt.

Ratgeber-Informationen

Autor Volker Beeden

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