Scheidung Österreich

Deutsch-österreichische Scheidung

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Zuständigkeit für die Scheidung in Österreich

Mindestens ein Partner ist Österreicher. Bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit ist der gewöhnliche Aufenthalt entscheidend für die Frage, ob ausländisches oder österreichisches Recht angewendet wird.

Scheidungsvoraussetzungen:

Im österreichischen Scheidungsrecht unterscheidet man zwischen einer Verschuldensscheidung, einer Scheidung wegen Auflösung der häuslichen Gemeinschaft und einer einvernehmlichen Scheidung. Die Verschuldensscheidung erfordert eine schwere Eheverfehlung bzw. ein ehrloses und unsittliches Verhalten, das zu einer Zerrüttung der Ehe führt.

Dies entspricht im Wesentlichen der deutschen Härtefallscheidung. Beste Beispiele sind Ehebruch, körperliche Gewalt oder schweres seelisches Leid. Weiter zu nennen sind z. B. Trunksucht, ständige Streitereien, schwere Beschimpfungen, Vernachlässigung des Haushalts oder Verweigerung des ehelichen Beischlafs. Häufiger Grund ist Untreue. Grundsätzlich wird dann kein Trennungsjahr vorausgesetzt.

Die Scheidungsvariante der Scheidung wegen Auflösung der häuslichen Gemeinschaft erfordert eine Aufhebung der häuslichen Gemeinschaft von drei Jahren und die Zerrüttung der Ehe. Diese Scheidung entspricht in Grundzügen der deutschen Ehescheidung nach 3-jähriger Trennungszeit.

In Österreich kann das Gericht auch nach drei Trennungsjahren die Scheidung ablehnen, wenn es der Meinung ist, dass die häusliche Gemeinschaft nicht aufgelöst ist. Spätestens nach drei weiteren, also insgesamt sechs Jahren, ist die Scheidung aber dann durch.

Die einvernehmliche Scheidung erfordert die Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft seit mindestens einem halben Jahr, eine schriftliche Vereinbarung sowie Zerrüttung der Ehe, die (rein formell, es wird nicht nachgeprüft) eingestanden werden muss.

Diese Scheidungsform entspricht der deutschen einvernehmlichen Ehescheidung mit dem Unterschied, dass in Deutschland erst nach einem Trennungsjahr von einer Zerrüttung ausgegangen wird, in Österreich nach einem halben!

Finanzielle Unterstützung:

Grundsätzlich geht das Scheidungsrecht von einer Gütertrennung aus. Jeder behält nur das, was er selbst angeschafft hat. Allerdings gibt es schwammige Regelungen, nach denen die Pflicht besteht, dem Ex-Partner zu helfen und gemeinsam erworbenes Vermögen später nach Billigkeit verteilt werden muss.

Lange Auseinandersetzungen sind dadurch vorprogrammiert. Weitere schwere Eheverfehlungen sind Nichtbesuchen der Ehegattin während des Wochenbettes im Krankenhaus oder grundloses unleidliches Betragen gegenüber den nächsten Angehörigen des Ehegatten. Auch Geisteskrankheit oder die ansteckende oder ekelerregende Krankheit eines Partners führen zu sofortiger Scheidung.

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Autor Redaktion

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